Das ist aber noch nicht das Ende der Erfolgsgeschichte:
Auch die zweite B-Jugendmannschaft, die von Claus Hormel und Jan Kukla trainiert wird, hat das bestmögliche Ziel erreicht und wird die nächste Saison in der Oberliga spielen. Beide Mannschaften hätten laut den Bestimmungen des Hessischen Handballverbands ohnehin nicht in einer Liga spielen dürfen. So war von vornherein der Wunsch, mit einer Mannschaft die Regional- und mit der anderen die Oberliga zu erreichen.
„Bei uns gab es gar kein anderes Ziel, als dass wir durchkommen in die Regionalliga“, so der Trainer der B1-Jugend, Erwin Kempf. Zudem hofften die Trainer auch auf etwas Losglück, damit der Plan aufgehen würde, die B2-Jugend in die Oberliga zu bekommen. Dieses Glück war letztlich aber gar nicht nötig, wie Kempf sagt: „Wir haben uns sehr gut verkauft.“ Besonders beim ersten Turnier, das in Steinheim stattfand, war Kempf „positiv überrascht. Wir haben gehofft, dass die Mannschaft an ihren Aufgaben wächst – und das hat sie gemacht.“ Wenn die B2-Jugend auch in der Runde so eine Leistung zeige, werde sie laut Kempf „eine gute Rolle in der Oberliga spielen“.
Beide Mannschaften setzten sich in den Spielen der Vorrunde stets deutlich mit bis zu 20 Toren Unterschied durch. Die beiden Hanauer Teams mussten allerdings auch gegeneinander antreten. In der Vorrunde traten alle Teams nur einmal gegeneinander an. Diese erste Begegnung der Hanauer Teams endete unentschieden. In der Zwischenrunde, die mit Hin- und Rückspielen ausgetragen wurde, gingen beide Spiele mit je drei Toren an die B1-Jugend. Um das angestrebte Ziel mit beiden Mannschaften zu erreichen, war es nötig, dass die B1-Jugend in der Zwischenrunde den ersten und die B2-Jugend mindestens den dritten Platz belegt. Und genau das ist den Hanauern gelungen. Die B1 wurde Turniersieger, und die B2 ließ die JSG Gersprenztal und die HSG Wesertal hinter sich. Auf dem zweiten Platz landete die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, die jetzt noch in einer Endrunde gegen die Zweitplatzierten der anderen drei Gruppen um den Einzug in die Regionalliga kämpfen muss. Für die beiden Hanauer Teams ist die Qualifikation mit dem vorzeitigen Einzug in die Regionalliga und die Oberliga seit dem letzten Wochenende beendet. Nun gibt es für die Jungs erst einmal eine kurze Pause, bis sie in die Vorbereitung starten, in der sie bis zu viermal die Woche trainieren werden.
Jason Apenteng kann sich allerdings noch nicht ausruhen: Am 20. Mai wird er mit dem B-Jugend-Team des Deutschen Handballbundes in Steinbach/Baden-Baden gegen Tunesien sein erstes Länderspiel bestreiten, einen Tag später geht es dann in Weil gegen die Schweiz. Kempf wünscht seinem Spieler dafür viel Erfolg: „Wir hoffen, dass er auch tatsächlich das erste Mal für Deutschland aufläuft.“ Insgesamt sind noch 40 Spieler in der engeren Auswahl, darunter auch Appentengs Mitspieler Marc Strohl, der allerdings an einem anderen Lehrgang im Juni teilnehmen wird. Die Entscheidung, wer letztendlich in die Jugendnationalmannschaft des Jahrgangs 1994/1995 kommen wird, soll noch vor der Sommerpause fallen, so Kempf.